Rundbrief 3/2009
„Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich“
Im 1. Mosebuch (9,13) steht: „ Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt, der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.“ Sollte man diesen Bogen nicht als Brücke von Mensch zu Mensch verstehen, auch als Brücke zu anderen Glaubensrichtungen und Konfessionen?
Wir alle haben einen Gott und einen Christus. Sollten wir nicht das Trennende fortlassen und uns stattdessen vorbehaltlos auf das DU zu jedem Menschen einlassen?
Gott hat uns den Regenbogen als Zeichen der Versöhnung gegeben. Wir sollten ihn als Verpflichtung annehmen, zu jedem Menschen eine Brücke zu bauen. Jeder Mensch trägt in sich das Bild Gottes, in jedem ist Gott gegenwärtig (wie es in dem bekannten Gesangbuchlied heißt.
Gott hat uns sein Wort gegeben, bei uns zu sein.
Ich vertraue darauf, dass er mich beleitet und geleitet –in guten und in schweren Tagen.
Der Beter des 23. Psalm vertraut: „Und ob ich schon wanderte in finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir.“
Gott kommt mir oft sozusagen auf der Brücke entgegen und gleitet mich zum ewigen Leben.
In dieser Gewissheit wünsche ich euch und Ihnen auf dieser Brücke einen sicheren Stand.
Martin Gehlhar